Bedeutenden Güter

Mit dem Erlass Nr. 25/E vom 6. März 2015 hat die Agentur der Einahmen wieder das Thema des ermäßigten Mwst-Satzes von 10 Prozent auf Arbeiten zur ordentlichen und außerordentlichen Instandhaltung von Wohngebäuden aufgegriffen. Es geht dabei insbesondere um die Frage, wie die Kosten der “bedeutenden” Güter zu ermitteln sind, die im Folgenden aufgelistet sind:

– Personen-und Lastenaufzüge;

– interne und externe Fenster und Türen;

– Heizkessel;

– Videosprechanlagen;

– Klima-und Belüftungsanlagen;

– sanitäre Anlagen und Armaturen für das Bad;

– Sicherheitsanlagen.

Der verminderte Mwst-Satz von 10 Prozent betrifft bekanntlich die Arbeiten zur ordentlichen und außerordentlichen Instandhaltung, die auf einzelnen Wohnungen oder auch auf ganzen Wohngebäuden durchgeführt werden, wenn letztere vorwiegend für Wohnzwecke bestimmt sind (mehr als 50 Prozent Wohnungen). Die einzige Einschränkung betrifft die erwähnten bedeutenden Güter, welche in der Rechnung separat ausgewiesen werden müssen. Wenn die bedeutenden Güter mehr als die Hälfte des Gesamtauftrages ausmachen, wird die verminderte Bemessungsgrundlage eingeschränkt.

In der Praxis erfolgt die Berechnung der Mwst wie folgt:

– Von der Steuergrundlage wird der Wert des bedeutenden Gutes abgezogen;

– Auf das Ergebnis multipliziert mit 2 wird 10% angewandt

– auf dem Restwert wird 22% angewandt

Mit Bezug auf die Wertermittlung der bedeutenden Güter hat die Agentur der Einnahmen klargestellt, dass alle Herstellungskosten (Rohstoffe, Materialkosten, Lohnkosten) zu berücksichtigen sind. Insbesondere bei den selbst hergestellten bedeutenden Gütern herrschte hier noch Unsicherheit.

Wir erinnern daran dass sich die Regelung ausschließlich auf Arbeiten zur ordentlichen und außerordentlichen Instandhaltung von Wohngebäuden bezieht und nicht auf Neubauten, Restaurierungen, Sanierungen und Restrukturierungen (Hier handelt es sich um umfangreichere Eingriffe, welche normalerweise in Zusammenhang mit einer Baukonzession abgewickelt werden).

Hier zwei Beispielen:

Beispiel 1
Beispiel 2